In einem Herbstgedicht heißt es bei ihm: "Und ich geh / mit dem Wind, / der mich
fortträgt, / dahin, / dorthin, / wie ein / fallendes Blatt." So war sein Leben:
Geboren am 30. März 1844 in Metz als Sohn eines Offiziers, wurde Paul Verlaine Beamter,
hielt es aber im Mief der Amtsstuben nicht aus und tauschte ihn bald mit dem der Kneipen
und Kaschemmen. "Saturnische Gedichte" (1866) und "Galante Feste"
(1869) hießen seine ersten Gedichtsammlungen, die schon die ganze Meisterschaft des
unglücklichen Lyrikers in Musikalität und Reim zeigen.
Trotz Heirat (1869) nahm Verlaine bald sein unstetes Leben und die Alkoholexzesse
wieder auf, verband sich 1871 in homophiler Freundschaft mit Rimbaud, den er nach
einem Streit im Rausch schwer verletzte. Er mußte anderthalb Jahre ins Gefängnis in Mons
und konnte danach im bürgerlichen Leben trotz mehrerer Anläufe, unter anderem in
England, nicht mehr Fuß fassen.
Selbst der Ruhm, der sich nun einstellte, und die Verehrung, die er bei der jüngeren
Dichtergeneration genoß, vermochten den kranken Poeten nicht mehr aufzurichten. Am 8.
Januar 1896 starb der wohl bedeutendste Lyriker des Symbolismus in Paris.
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