Am 10. Oktober 1813 in Le Roncole bei Parma in ärmlichen Verhältnissen geboren, kam
Verdi durch Gönner zu einer guten Schulausbildung und zu einem Musikstudium in Mailand,
wo er am Konservatorium abgelehnt wurde. Seine erste Oper "Oberto" wurde 1839 an
der Scala aufgeführt, doch erst mit "Nabucco" (1842) kam es zum Durchbruch.
Politisch engagiert, stellte er sein Schaffen auch in den Dienst des Risorgimento.
So entstand die Oper "la Battaglia di Legnano", die 1849 in Rom kurz vor
Garibaldis Einmarsch gespielt wurde. Verdi wählte nun anspruchsvollere Stoffe, und so
kamen unter anderem "Macbeth" (1847), "Luisa Miller" (1849),
"Rigoletto" (1851), "Il Trovatore" und "La Traviata" (beide
1853) heraus. Der mitreißende Schwung, die zündende Melodik dieser Werke machten ihn
populär in der ganzen Welt.
Nach "I Vespri Siciliani" (1855), "Un Ballo in maschera" (1859),
"La Forza del destino" (1862) und "Don Carlos" (1867) kam mit
"Aida", der Festoper zur Eröffnung des Suezkanals, 1871 in Kairo seine
glanzvollste Schöpfung zur Aufführung. Das Streichquartett in E-Moll, 1873 entstanden,
belegt seine hervorragende Begabung auch in der Instrumentalmusik, und die "Missa di
Requiem" (1874) zeigt ihn von der tiefgründigen sowie schmerzerfüllt-
leidenschaftlichen Seite.
Die späten Gipfelpunkte im Schaffen des am 21. Januar 1901 in Mailand verstorbenen
Meisters sind die Opern "Otello" (1887) und "Falstaff" (1893).
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