Der Dichter, Politiker und Literaturwissenschaftler, am 26. April 1787 in Tübingen
geboren, studierte in seiner Heimatstadt Jura und Literatur und war eng mit Justinus
Kerner befreundet, mit dem er zum Mittelpunkt der Schwäbischen Schule wurde. Mehr als
andere Romantiker setzte Uhland die nationalen und liberalen Ideen der Bewegung auch in
praktische Politik um.
1810-14 Sekretär im Justizministerium, verweigerte er den Eid auf den König, der
widerrechtlich das Parlament aufgelöst hatte. Er mußte sich daher als freier
Rechtsanwalt in Stuttgart niederlassen, setzte sich dort aber weiter für die Einhaltung
der Verfassung ein. Seit 1829 Professor für deutsche Sprache in Tübingen, wurde er 1831
in den Landtag gewählt. Er legte seine Professur nieder, als ihm die Regierung seine
Beurlaubung verweigerte.
Nachdem er sich 1838 von der Politik zurückgezogen hatte, trat er 1848 als
Abgeordneter in der Frankfurter Nationalversammlung für die großdeutsche Lösung ein.
Bekannt wurde Uhland als Meister der Ballade und des Liedes. Seine Balladen greifen
fast immer auf historische Stoffe oder Sagen zurück, beispielsweise "Bertran de
Born" oder "Das Glück von Edenhall". Viele seiner schlichten, volksnahen
Lieder sind mit der Zeit zu echten Volksliedern geworden wie "Ich hatt`einen
Kameraden" oder "Der Wirtin Töchterlein".
Uhland, der auch ein bedeutender Sprach- und Literaturhistoriker war, starb am 13.
November 1862 in seiner Heimatstadt.
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