Der Sohn eines kinderreichen Vorstadtlehrers, geboren am 31. Januar 1797 in Lichtental
bei Wien, fand in dem Hofkapellmeister Salieri einen Lehrer und
Förderer. 1813 Schulgehilfe seines Vaters, lebte er ab 1818 ohne feste Anstellung,
meist unter dürftigen Verhältnissen, als freier Komponist in Wien.
Bemühungen, Kapellmeister am Kärtnertor-Theater zu werden, scheiterten. Ein
gesichertes Einkommen bezog er nur in den Sommermonaten der Jahre 1818 und 1824 als
Hauslehrer des Grafen Esterházy auf dessen Landsitz in Ungarn. Ansonsten war er auf die
Unterstützung von Freunden angewiesen, die sich im geselligen Kreis der
"Schubertiaden" trafen.
Viele seiner Werke hob der liebenswürdige und heitere Schubert hier aus der Taufe, und
unter seinen Zuhörern befanden sich die Dichter Grillparzer
und Mayhofer, der Komponist Franz Lachner und der Maler Moritz von Schwind.
Schubert hatte nur 15 Jahre Zeit, um sein überaus umfangreiches Werk von größter
Vielseitigkeit zu schaffen. Obwohl er mit Beethoven, dem
Meister der Klassik, in derselben Stadt zur selben Zeit lebte und komponierte, ist seine
Musik zutiefst vom Geist der Romantik erfüllt.
Im Mittelpunkt steht das Lied. Rund 600 Gedichte hat Schubert vertont, darunter 80 von Goethe. Seine Liederzyklen "Die schöne Müllerin"
und "Die Winterreise" gehören zu den großen Werken der Musikgeschichte. Im
Bereich der Kammermusik ragt das "Forellenquintett" hervor, unter den acht
Symphonien die "Unvollendete" in H-moll und die "große" Symphonie in
C-Dur.
Schubert starb an einer Typhusinfektion am 19. November 1828 in Wien.
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