Schelling, als Sohn eines Pfarrers am 27. Januar 1775 in Leonberg geboren, trat als
15jähriger in das Tübinger Stift ein und studierte zusammen mit Hölderlin und Hegel
Theologie. Neben Kant wurde Fichte
der Philosoph, in dessen Werk er sich vertiefte. Später brach er aber mit ihm. 1798 wurde
Schelling durch Goethe als Professor nach Jena berufen,
seit 1803 lehrte er in Würzburg, dann ab 1806 in München, 1820-26 in Erlangen und nach
1841 in Berlin.
Schellings Naturphilosophie kreiste, wenn auch mit völlig wechselnden Ansätzen, um
die Identität von Natur und Geist, wobei er begrifflich sowohl von der Natur zum Geist
aufsteigend als auch entgegengesetzt vorging. Alle Gegensätze, wie Subjekt-Objekt,
Ideales-Reales, sah er in dieser Identität aufgehoben.
In zunehmendem Maß entwickelte Schelling aus diesem Ansatz eine theistische
Religionsphilosophie, die er als positive Philosophie der Offenbarung der
"negativen" Hegelschen Philosophie der Vernunft entgegenstellen wollte. Im Alter
gab sich Schelling völlig mystischen Gedanken und von außen kaum noch durchschaubaren
Phantasien hin.
Schelling starb am 20. August 1854 in dem schweizerischen Kurort Bad Ragaz. Die
Vielschichtigkeit seiner immer neuen Denkansätze machte es möglich, daß ganz
verschiedene Denkrichtungen wie Lebensphilosophie, Existenzialismus, ja Marxismus sich auf
ihn als Ahnherr berufen. Einige seiner Hauptwerke sind: "Ideen zu einer Philosophie
der Natut" (1797), "Von der Weltseele" (1798), "System des
transcendentalen Idealismus" (1800), "Philosophische Untersuchungen über das
Wesen der menschlichen Freiheit" (1809), "Philosophie der Mythologie"
(1842) und "Philosophie der Offenbarung" (1854).
( DirectDownloads ) Kalenderblätter druckfertig aufbereitet für Schmuckblätter zum Selbstdrucken im Word DOC6/RTF Format, je Euro 5 über Click&BuyJAN | FEB | MÄRZ APRIL | MAI | JUNI JULI | AUG | SEPT OKT | NOV | DEZ
Das Geschenk für jeden Anlass, nicht nur bei 'runden' Jubiläen Andere Einzeltage oder Zahlungsarten bitte HIER bestellen