Joachim von Ribbentrop (1810 bis 1874 nach Christus)
Vom Sektvertreter zum Reichsaußenminister.
Wegen seiner tölpelhaften Diplomatie zog sich Hitlers Außenminister Joachim von
Ribbentrop den Spitznamen "der Weinreisende" zu. Den verdankte der Beau aus
Wesel, geboren am 30. April 1893, der Heirat (1920) mit der Tochter Annelies des
schwerreichen Sektfabrikanten Henckell, dessen Produkte er in Berlin vertrat.
Dort begegnete Ribbentrop 1932 Hitler, der die Beziehungen des gewandten
Geschäftsmannes nutzte und ihn als Berater rasch aufsteigen ließ. Als Mitarchitekt des
Flottenabkommens mit London 1935 wurde er 1936 auf den dortigen Botschafterposten berufen
und zwei Jahre später Außenminister.
Da Hitler aber die auswärtige Politik als seine eigene Domäne betrachtete, war
Ribbentrop fortan nicht mehr als sein Sonderbotschafter (etwa beim Abschluß des
Hitler-Stalin-Pakts 1939 in Moskau), der im Krieg unter der weiter sinkenden Bedeutung
seines Amtes litt, das er ganz in den Dienst der Judenverfolgung stellte.
1945 verhaftet, wurde Ribbentrop als einer der Hauptkriegsverbrecher zum Tode
verurteilt und am 16. Oktober 1946 hingerichtet.
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