Johannes XXII. (1244-1334 nach Christus)
Geriet als Papst in den Verdacht der Ketzerei.
Jacques Duèse, 1244 in Cahors geboren, war vor seiner Erhebung auf den Stuhl Petri
(1316) Bischof von Fréjus (1300) und Avignon (1310) und Kardinalbischof von Porto.
Entgegen seinem Versprechen, das Avignoner Exil zu beenden und nach Rom
zurückzukehren, festigte Johannes XXII. das Papsttum in Avignon und setzte seine Macht
stets im Interesse Frankreichs ein. Im deutschen Thronstreit zwischen Ludwig dem Bayern
und Friedrich dem Schönen nahm er Partei für den Habsburger, exkommunizierte Ludwig und
erklärte ihn als König für abgesetzt. Ludwig, warf ihm Ketzerei vor, ließ sich in Rom
zum Kaiser krönen und einen Gegenpapst wählen.
In sein Pontifikat fällt das Einschreiten gegen Meister Eckhart
und der "Armutsstreit" mit den Franziskanern. Dabei geriet der Papst selbst in
den Verdacht der Häresie und mußte widerrufen. Er starb am 4. Dezember 1334 in Avignon.
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Diese Biographie präsentieren wir Ihnen als Gastbeitrag von Cethegus (nicht von uns bearbeitet oder verantwortet)