Matthias Grünewald (ca. 1460-1528 nach Christus)
Neben Dürer der größte deutsche Maler seiner Zeit.
Nur 23 Tafelbilder und knapp 40 Handzeichnungen sind von Grünewald rehalten geblieben,
und man weiß auch weniger über sein Leben als bei anderen großen Künstlern damaliger
Zeit. Vermutlich um 1460 in Würzburg unter dem Namen Mathis Nithart geboren und hat
später seinen Familiennamen in Gothart geändert.
Grünewald wurde er irrigerweise erst in Joachim Sandrarts "Teutscher
Akademie" (1675) genannt. 1485-90 in Aschaffenburg, 1501-26 im benachbarten
Seligenstadt tätig, stand er seit 1508 im Dienst des erzbischöflichen Hofes in Mainz.
Die Reihe seiner gesicherten Gemälde beginnt mit der "Verspottung Christi"
(1503) und endet mit der im Auftrag des Kardinals Albrecht von Brandenburg für die
Stiftskirche in Halle gemalten Altartafel "Die Heiligen Erasmus und Mauritius"
(1524/25).
Das Hauptwerk ist der Isenheimer Altar (1513-15). In seiner religiösen Leidenschaft
noch ganz dem Mittelalter verhaftet, hat Grünewald dennoch die Neuerungen der Renaissance
souverän aufgenommen. Mystische Symbolsprache verbindet sich mit starker Realistik in
allen Einzelheiten und einer Gewalt des Ausdrucks, die oft über jedes hergebrachte Maß
hinausgeht.
Während des Bauernkrieges wurde Grünewald aus dem kurmainzischen Dienst entlassen,
war zunächst als Seifensieder in Frankfurt am Main tätig und dann als
"Wasserkunstmeister" in Halle an der Saale, wo er am 31. August 1528 starb.

Matthias Grünewald
"Die Versuchung des heiligen Antonius"
Ausschnitt aus dem Isenheimer Altar, 1515
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Diese Biographie präsentieren wir Ihnen als Gastbeitrag von Cethegus (nicht von uns bearbeitet oder verantwortet)