Constantin I., der Große (ca. 280
bis 337 nach Christus)
Der erste christliche Kaiser.
Mit dem Aufstieg des Christentums im Römischen Reich ist der Name des Flavius Valerius
Constantinus untrennbar verbunden. Der Sohn des Kaisers Constantius
I. und der Helena, um 280 in
Illyrien geboren, wurde 306
Caesar, 307 Augustus. Seine von
der Legende ausgeschmückte Begegnung mit dem Christengott ("In diesem Zeichen wirst
du siegen") veranlaßte ihn nach dem Sieg über seinen Rivalen Maxentius an der
Milvischen Brücke vor Rom 313 zum
Mailänder Edikt, das den Christen die freie Religionsausübung garantierte. Als kühler
Machtpolitiker schaltete er bis 324
sämtliche Rivalen aus, setzte die von Diocletian
initiierte Bürokratisierung des Staates fort und führte eine strikte Trennung ziviler
und militärischer Verwaltung durch.
Von welthistorischer Bedeutung ist seine Gründung der neuen Reichshauptstadt
Constantinopel (325), womit er der
Verlagerung des politischen Schwerpunkts nach dem Osten Rechnung trug.
Er selbst blieb, obwohl er das Christentum förderte und das Konzil von Nicaea (325) einberief, dem heidnisch-
römischen Erbe verhaftet und ließ sich erst auf dem Totenbett taufen (337). Die Nachfolge regelte er im
Sinne seiner Söhne Constantin II., Constantius II. und
Constans.
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