Frédéric François Chopin (1810 bis 1849 nach Christus)
Sein Herz wurde in Warschau begraben.
Chopin, am 1. März 1810 in Warschau als Sohn einer Polin und eines Franzosen geboren,
komponierte schon mit sieben Jahren seine ersten Stücke. Klavierunterricht erhielt er
zunächst von seiner Mutter und dann bei Joseph Elsner. Später hörte er
literaturgeschichtliche Vorlesungen und kam in Kontakt mit namhaften Warschauer
Intellektuellen und Politikern.
Während der polnischen Revolution verließ er 1830 Polen und kam 1831 nach Paris, wo
er als großer Pianist und beliebter Klavierpädagoge lebte und mit vielen großen
Persönlichkeiten seiner Zeit verkehrte. Seine romantisch- poetischen Kompositionen
schrieb er fast ausschließlich für das Klavier und verwandte Motive der polnischen
Volksmusik.
Seit 1830 hatte sich Chopin von den klassischen Formen gelöst und wandte sich den
kleinen Formen zu. Gegen Ende seines Lebens schrieb er dann seine beiden großen Sonaten
in b-Moll und h-Moll - Stücke, die vorher nie gekannte Modulationen aufwiesen und die
Welt staunen ließen.
1836 machte Franz Liszt den Komponisten mit der französischen
Schriftstellerin George Sand bekannt, mit der er von da an vor allem auf Mallorca
zusammenlebte. Eine Tuberkuloseerkrankung führte schließlich zu seinem frühen Tod am
17. Oktober 1849 in Paris. Auf seinen Wunsch hin wurde sein Herz in der
Heilig-Geist-Kirche zu Warschau begraben.
Frédéric François Chopin
links : Photographie, rechts: Klaviervortrag im Salon des Fürsten
Radziwill, Gemälde von H. Siemiradzki.
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