Am 18. Oktober 1859 in Paris geboren, war Bergson zunächst
Gymnasiallehrer und seit 1900 Professor für Philosophie am Collège de France. 1907
erschien sein Hauptwerk "Schöpferische Entwicklung", für das ihm 1927 der
Literaturnobelpreis verliehen wurde. Bergson sagt jeglichem Verstandesdenken den Kampf an,
da der Verstand mit seinen Begriffen und räumlichen Anschauungsformen das wirkliche, sich
ständig in Bewegung befindende Leben in einem falschen Licht zeige.
Dieses ist für ihn nur in der Kontinuität subjektiv erfahrener Zeit
erfaßbar. In dem aus Intuition und eigenem Erleben hervorgehenden "élan vital"
erscheint das schöpferische, bewußte Leben ebenso wie das Universum. Gegen
positivistisch-rationalistische wie mechanisch- deterministische Weltdeutungen hält
Bergson an einem Bewußtseinsstrom fest, der sich in der reinen Dauer des Lebens inne
wird.
Sein Denken beeinflußte nachhaltig die französische Philosophie und
Literatur bis hin zum Existentialismus. Bergson starb am 4. Januar 1941 in Paris.
Bergson, Henri-LouisGemälde von J.E. Blanche, 1911Titelblatt von "Das Lachen"
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