Durch ihn fand das Gedankengut der Antike wieder Einzug in die europäische Kultur.
Der "Doctor universalis" (universell gebildeter Lehrer) genannte
Naturforscher, Philosoph und Theologe wurde um das Jahr 1193 in Lauingen an der Donau
geboren und stammte vermutlich aus dem Geschlecht der Grafen von Bollstädt , einer
staufischen Ministerialienfamilie. 1229 trat er in ein Dominikanerorden ein und lehrte von
1244 bis 1248 an den Universitäten von Köln und Paris.
Weitere Lebensstationen waren das Amt des Provinzialoberen der Dominikaner
für den deutschsprachigen Raum (1253-56) und der Bischofsstuhl von Regensburg
(1260-62). Albertus, der auch als päpstlicher Legat und Kreuzzugprediger war, ist es zu
verdanken, daß nach Jahrhunderten des Vergessens das Gedankengut der Antike wieder Einzug
in die europäische Kultur fand. Besonders für die aristotelische Philosophie bemühte er
sich um Anerkennung und Übernahme durch die Kirche - eine Synthese, die sein Schüler Thomas von Aquin vollenden sollte.Bahnbrechend waren
Albertus´ naturwissenschaftliche Forschungen. Seine Kenntnisse der Botanik, Chemie,
Physik und Mechanik ließen ihn in den Ruf eines Magiers kommen und für das einfache Volk
zu einer legendären Gestalt werden. Der Universalgelehrte starb hochbetagt am 15.
November 1280 in Köln.
In unserem Jahrhundert, 1931, wurde er zum Kirchenlehrer erhoben und
heiliggesprochen. Er gilt seither als Schutzpatron der Naturwissenschaften.
Albertus Magnus
Links: Fresko von Tommaso da Modena, Rechts : Auszug aus einer
Handschrift des 13. Jh.
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